Soziale Medien und Co. – ein (un-)verzichtbarer Teil meines Lebens?
Ein Teil der Klasse 7c hat sich ab Mittwoch dem 04. März einem Experiment gestellt, welches für viele Jugendliche vermutlich unvorstellbar ist: sie geben ihr Smartphone für drei Wochen – mehr oder weniger – freiwillig ab.
Im Rahmen der, durch die Universität Wien veranstalteten Aktion, werden 16 Schüler*innen in den nächsten Wochen auf ihr Handy verzichten und dabei beobachten, was sich aufgrunddessen für sie verändert. Im Fokus steht dabei vor allem die Auswirkung durch das Fehlen von sozialen Medien.
Am Mittwoch den 4.3. in der dritten Stunde bereiteten sich die Jugendlichen auf das Experiment vor. Angeleitet von der Deutschlehrerin Frau Soworka ordneten sie zunächst ihre Emotionen, denen von Piraten auf einem Bild zu. Genau wie die Piraten sitzen sie nämlich in den nächsten Wochen „im selben Boot“ und können sich gemeinsam über die schwierigen Momente hinweghelfen.
Dabei starten alle von unterschiedlichen Gefühlsstandpunkten aus und haben verschiedene Ziele an sich selbst und diesen Versuch gesetzt. Um ihre Erwartungen ein wenig zu ordnen, mussten die Teilnehmer*innen einen Fragebogen ausfüllen und ihre Handynutzung vorab damit analysieren. Das Material wurde von der Universität Wien bereit gestellt.
Die Ergebnisse waren dabei sehr unterschiedlich; von einer Stunde am Tag bis zu 11 Stunden an Bildschirmzeit war alles dabei. Auch die Erwartungen wurden abgefragt, ähnelten sich an einigen Stellen jedoch stark: fast alle wollten mehr Zeit mit Familie oder Freunden verbringen und ihr Verhalten langfristig ändern. Einige erwarten mehr Kreativität und Zeit in der Natur zu verbringen oder ihre Ängste zu überwinden. Sogar sich mehr auf die Schule zu konzentrieren und den Beweis zu erbringen, dass sie nicht handysüchtig sind, waren unter den Vorsätzen.
Beim Anschauen der Studienergebnisse des vergangenen Durchgangs erfuhren die Schüler*innen, dass sich beim Handyverzicht auch ihr psychisches Wohlbefinden verbessern kann und man sich wie nach zwei Wochen Ferien fühlt.
Dramatisiert durch einen Countdown wurden am Ende der Stunde die Handys in einen Korb gelegt und verabschiedet – wir drücken die Daumen, dass sie in drei Wochen von ihren erholten Besitzern wieder in Empfang genommen werden können.
Geschrieben von Franziska Königshofen, Fotos von Veit Schwemin




